Natürlich, mit Geschichte!

Gebiet & Zonen des Nationalparks

Der Nationalpark im Hunsrück ist ein Urwald von morgen. Er ist etwa 14.000 Fußballfelder groß. Natur darf im Nationalpark Natur sein. Doch der Mensch hat seine Spuren in den letzten Jahrzehnten hinterlassen. Auch ein Nationalpark muss sich daher erst zu einem Urwald entwickeln. Die Vorraussetzungen im Nationalpark sind dabei äußerst unterschiedlich. Deshalb ist der Nationalpark in drei Zonen eingeteilt.

Der Nationalpark liegt in einer sehr ländlich geprägten Region. Mit Trier ist die nächst größere Stadt etwa 40 km entfernt. Städte in der näheren Umgebung sind Birkenfeld, Idar-Oberstein und St. Wendel. Anders als ein Naturpark umfasst der Nationalpark keine Dörfer und Städte. Dennoch profitieren die Gemeinden rund um den Nationalpark. Und sie identifizieren sich mit den Zielen des Nationalparks. Deshalb wurde eine Nationalparkregion definiert. Hier werden EU-, Bundes- und Landesfördermittel gezielt angewendet, um die Dörfer, Städte und Unternehmen zu unterstützen.

Die Zonen des Entwicklungsgebiets

Das Gebiet des Nationalparks Hunsrück-Hochwald ist in Zonen mit unterschiedlichem Schutzstatus untergliedert. Dabei gibt es drei verschiedene Zonen.

Die Naturzone 1a umfasst die Wildnisbereiche. Hier ist der Wald bereits sich selbst überlassen. Es erfolgen keine forstlichen Eingriffe mehr.

Die Naturzone 1b ist Entwicklungsbereich, in dem der Wald durch Entnahme der Nadelhölzer zu standorttypischen Buchenwäldern umgebaut wird. Ist dieser Umbau nach etwa 30 Jahren abgeschlossen, gehen die Bereiche in die Zone 1a über. Diese soll dann 75 % der Gesamtfläche des Parks ausmachen und genießt besonderen Schutz, hier darf Natur dann Natur sein und bleiben.

Die Zone 2 ist Pflegezone auf der verbleibenden Restfläche des Nationalparks. Als Pufferzone schützt sie die Naturzonen vor negativen Außeneinwirkungen. In der Pflegezone sind Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen möglich. Sie dient auch der Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Brennholz.