Natürlich, mit Geschichte!

Der kurze Weg zum Nationalpark

Der Weg zum Nationalpark im Hunsrück dauerte etwa vier Jahre. Die Idee eines Nationalparks in Rheinland-Pfalz stammt aus dem Koalitionsvertrag der rot-grünen Landesregierung im Jahr 2011. Danach wurde eine Interessenbekundung von fünf Regionen, die naturschutzfachlich geeignet gewesen wären, eingeleitet. Aus dem Hunsrück wurde klares Interesse an einem Nationalpark durch die kommunalen Gremien bekundet. Deshalb wurde ein umfassender Dialog eingeleitet. Heute wird von einer einmaligen und sehr erfolgreichen Bürgerbeteiliung gesprochen. Im März 2013 wurden die Ergebnisse verschiedener Arbeitskreise der Umweltministerin übergeben. Zwei Monate später richteten der Naturpark und die Kommunen ein Eckpunktepapier an die Landesregierung, mit welchem Ziel sie die Entwicklung eines Nationalparks unterstützen würden. Im September wurde eine Antwort der Landesregierung in Form eines Landeskonzepts vorgestellt. Dieses Landeskonzept wiederum wurde in den kommunalen Gremien (Kreistagen, Stadt- und Gemeinderäten) mit überwältigender Mehrheit beschlossen.

Anschließend folgte die Arbeit am Gesetz, die Einrichtung eines Regionalbüros, um erste Vorarbeiten für einen Nationalpark zu leisten und weiterhin Fragen aus der Bevölkerung zu beantworten. Der gemeinsam mit dem Saarland erarbeitete Staatsvertrag wurde dann durch ein Gesetz in den beiden Landtagen im Januar 2015 beschlossen. Während erste Regeln bereits zum 01. März in Kraft traten, wurde auf die Eröffnung am Pfingstwochenende 2015 hingearbeitet. Mit offiziellem Festakt, einem Fest der Region mit mehreren Tausend Besucherinnen und Besuchern und ersten Rangertouren wurde der Nationalpark zum Leben erweckt.

Weg zum Nationalpark
Weg zum Nationalpark