Natürlich, mit Geschichte!

Grüne Vielfalt - Pflanzen im Nationalpark

Geologie und Klima bestimmen die Natur des Nationalparks. Altholzreiche Buchenwälder mit eingestreuten Hangmooren, den sogenannten Brüchern sind auf der Hälfte der Fläche typisch. Dazu kommen Fichtenbestände, die naturnahen Wäldern weichen sollen. Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist ein Entwicklungsnationalpark. Das Leitziel „Natur Natur sein lassen“ wird insbesondere in der Anfangsphase durch einige waldbauliche Maßnahmen begleitet. Die Fichten sind hier nicht standortheimisch. Sie sind vom Menschen gepflanzt worden, um schnell den Rohstoff Holz zu liefern. Dabei stehen sie zuweilen auf Flächen, wo Moore entwässert worden sind. Jetzt werden nicht nur Gräben geschlossen, um Moore zu renaturieren. Es werden auch standortheimische Baumarten gepflanzt, um so die Natur auf dem Weg zurück zur Natur zu unterstützen.

Doch nicht nur Bäume bilden die Pflanzenwelt des Nationalparks. Auch fleischfressende Pflanzen wie der Sonnentau sind zu finden. Gerade in der Pflegezone des Nationalparks leben auch Wollgras, Narzissen und Orchideen aber ebenso das sehr bekannte Heilkraut Arnika.

  • Unscheinbar klein aber wunderschön sind die Blüten der  Moosbeere. Sie gehört bei Sträuchern zu den kleinsten unter ihnen. Hauchdünne Fäden mit Blättern ziehen sich wie ein Gespinst über die Torfmoospolster im Moor. Die roten Früchte fallen daher
  • •	Frisst Fleisch: Der Sonnentau kommt in den Mooren des Nationalparks vor. Das Fleisch gleicht den fehlenden Stickstoff auf  nährstoffarmen Standorten aus. Keine Sorge: zu klein, um Menschen zu fressen.
  • Braucht Moore und hilft nicht nur bei Durchfall; das Wollgras. Gibt Kraft. Und: Kerzendochte werden aus dem wolligen Büschel geflochten.
  • Äußerst stattliche, bis zu 120 jährige Moorbirken kommen im Nationalpark Hunsrück vor. Besitzen absoluten Seltenheitswert. Sie kommen in unseren Hangbrüchern vor. Wir stellen für sie Moore wieder her.
  • Stark gefährdet: das Torfmoos. Macht sich sein Umfeld sauer, kann unbegrenzt wachsen, bis es Torf produziert. Braucht aber Moore, die wir jetzt wieder herstellen.
  • Nicht nur für die Gelenke bei Stauchungen und Prellungen gut: die Arnika. Goethe trank aus ihr gemachten Tee. Sehr selten und vom Aussterben bedroht. Im Nationalpark wird sie geschützt. Arnika im Nationalpark: Natürlich, mit Geschichte!
  • Äußerst stattliche, bis zu 120 jährige Moorbirken kommen im Nationalpark Hunsrück vor. Besitzen absoluten Seltenheitswert. Bevorzugen sogenannte Langbrücher. Wir stellen für sie Moore wieder her.