Natürlich, mit Geschichte!

Tierisch wild!

Flora und Fauna bieten einige Besonderheiten. Europas größtes Wildkatzenvorkommen ist hier an erster Stelle zu nennen. Und dort, wo die Katze lebt, gibt es auch viele Mäuse. Diese Verknüpfungen ließen sich beliebig lange fortführen.

So haben auch der Schwarzstorch und der Schwarzspecht im Nationalpark ihren Lebensraum. Rothirsch, Reh- und Schwarzwild sind ebenso weit verbreitet. Für den Naturschutz von hervorragender Bedeutung sind jedoch die kleineren Arten, die Altholz, Moore und Waldwiesen besiedeln. 1400 Käferarten finden ihren Lebensraum im Totholz, 16 Fledermausarten sind auf Höhlen in abgestorbenen Bäumen angewiesen und 1500 Pilzarten zersetzen die Holzsubstanz. Auch der Anblick einer Moorlibelle bedarf erhöhter Aufmerksamkeit.

Die Rosselhalden bilden im Sommer ein ganz besonderes Klima, wenn die Sonne auf sie scheint. Harmlose Schlingnattern und Eidechsen fühlen sich dann besonders wohl.

  • Der Lila-Gold-Feuerfalter  ist ein fliegendes Juwel der Wiesen in und um Thranenweier. Durch einmalige Mahd im Jahr auf Pflegezonen wird sein Lebensraum erhalten.
  • Die Männer des Kaisermantel müssen sich bei der Balz ganz schön bemühen, können dabei sogar mit Duftschuppen locken. Wir treffen den größten Tagfalter innerhalb des Waldes ab Juli auf Disteln an Wegen und Freiflächen.
  • Das Tagpfauenauge schützen die „Augen“ wirksam vor Feinden. Häufig an Waldwegen anzutreffen. Seine Raupen ernähren sich von Brennnesseln.
  • Libellen, hier die Mosaikjungfer, starten wie Helikopter, fliegen vor- und rückwärts, waren Vorbild für den Raketenantrieb. Sie brauchen Moore. Im Nationalpark stellen wir diese wieder her.
  • Der Schwarzstorch brütet tief im Waldesinneren. In stark verzweigte Kronenansätze baut er seinen großen Horst. Er jagt anders als der Weißstorch am Wasser und bevorzugt  Fische.