Natürlich, mit Geschichte!

Wildtiermonitoring

Grundlage für ein effektives Wildtiermanagement ist ein umfangreiches Wildtier- und Wildwirkungsmonitoring auf der gesamten Nationalparkfläche sowie außerhalb der Nationalparkgrenze.

Unter Wildtiermonitoring versteht man die systematische Erfassung, Beobachtung oder Überwachung von Wildtieren mit Hilfe technischer Mittel wie beispielsweise der Scheinwerferzählung beim Rotwild. Es werden Informationen über bestimmte Tierarten gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet. Das Monitoring dient als Grundlage für alle Entscheidungen die im Wildtiermanagement getroffen werden. Das Nationalparkamt arbeitet eng mit Fachleuten der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) in Trippstadt und externen Forschungsinstituten zusammen.

 

 

Infrarotaufnahme von Rotwild
Rotwild: Infrarotaufnahme

Aktuelle Projekte:

Wildtiermonitoring: Scheinwerfertaxation beim Rotwild

Die Methode der Scheinwerferzählung berücksichtigt das überwiegend nachtaktive Verhalten des Rotwildes. Bei dieser Methodik werden Zählteams gebildet die, auf einer festgelegten Route, mit Scheinwerfern das Rotwild zählen. Die Auswertung erfolgt unter wissenschaftlichen Aspekten und wird jährlich fortgeführt.

Wildwirkungsmonitoring: Schälschadenserhebung

Die Erhebung der Schälschäden in und um den Nationalpark ist eine wichtige Inventuraufgabe. Steigende Schälschäden können ein Indiz für die Risikobeurteilung auf die außerhalb des Nationalparkgebiets gelegenen Waldflächen sein. Wenngleich eine wirtschaftliche Holznutzung im Nationalpark unterbleit und auf die Holzqualität nicht geachtet werden muss, ist das Ausmaß der Schäle zu beobachten.