Natürlich, mit Geschichte!

Wo Natur Natur sein darf

Grünspecht; Bild: Ralf Thierfelder, Ralf Thierfelder
Grünspecht; Bild: Landesforsten Rheinland-Pfalz

Der rheinland-pfälzische Nationalpark soll ausschließlich auf landeseigenen Flächen entstehen. Dafür müsste nur etwa ein Prozent dieses Waldbestandes in Anspruch genommen werden. 

Um die Natur zu schützen, wird das im Nationalpark wachsende Holz nach einer langfristigen Umbauphase (längstens 30 Jahre) in der Kernzone nicht mehr genutzt. Dennoch wird die Landesregierung gewährleisten, dass die im Einzugsgebiet des Nationalparks lebende Bevölkerung weiterhin ohne Nachteile an Brennholz gelangen kann. 

Der Übergang zu einer künftigen Naturlandschaft (Wildnis) in der Kernzone eines Nationalparks ist ein langsamer Prozess. Es läuft eine natürliche Entwicklung ab, die beobachtet und behutsam begleitet wird. Deshalb wird auch von „‚Entwicklungs-Nationalparken“ gesprochen.

Ob und wie stark während der Entwicklung der Wildnis im Nationalpark ein aktiver Waldumbau stattfindet, ist noch offen. Möglich ist zum Beispiel folgende Option:

  • Der Waldumbau kann in einer längstenfalls 30-jährigen Anfangsphase forstlich aktiv gestaltet werden. Beispielsweise können relativ naturferne Nadelwaldbestände noch gewinnbringend geerntet und naturnahe Entwicklungen beschleunigt werden.
    Nachteil: Verzicht auf interessante Zwischenstadien und einen Teil natürlicher Dynamik.
    Vorteil: Der Mensch erlebt Veränderungen und deren Folgen zeitnaher.

Ein „Entwicklungs-Nationalpark“ bietet Gestaltungsmöglichkeiten. Unter Beteiligung der Menschen vor Ort wird zu gegebener Zeit zu entscheiden sein, welcher Weg wann und wie eingeschlagen wird. So wird gewährleistet, dass sich der Nationalpark ökologisch und regional gut entwickelt.

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