Nationalpark Hunsruck-Hochwald

Nationale Naturlandschaften

Großschutzgebiete in Deutschland

Es gibt eine Menge von Naturschutzgebieten. Es gibt auch eine Menge verschiedener Schutzkategorien, also wie stark hier die Regeln sind. Hier den Überblick zu behalten, ist nicht einfach. Oft hängt diese Kategorie mit den Arten zusammen, die dort bedroht sind und deshalb geschützt werden sollen. Das kann zum Beispiel eine Wiese sein, die nur durch den Menschen entstanden ist. Der Mensch muss dann weiter mähen, um dort nicht nur die Pflanzen sondern auch beispielsweise Schmetterlinge zu erhalten. Andere Naturschutzgebiete können auch speziell dem Vogelschutz dienen.

Ein Nationalpark allerdings ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Natur frei entwickeln kann. Dafür müssen große, zusammenhängende Flächen vorhanden sein. In Deutschland sind dafür mindestens 10.000 Hektar, also etwa 14.000 Fußballfelder nötig. Der Mensch zieht sich zurück. Die Natur darf und soll sich frei entwickeln. Es entsteht ein Stück Urwald von morgen.

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Karte der Schutzgebiete in Deutschland
Karte der Großschutzgebiete in Deutschland

Schutzgebietskategorien

Die in Deutschland geltenden Schutzgebietskategorien beruhen auf dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Die unterschiedlichen Schutzgebiete können hinsichtlich ihrer Größe, ihres Schutzzwecks und ihrer Schutzziele und den daraus abzuleitenden Nutzungseinschränkungen unterschieden werden. Die wichtigsten Schutzgebietskategorien sind: Naturschutzgebiete, Nationalparke, Biosphärenreservate, Landschaftsschutzgebiete und Naturparke sowie die Schutzgebiete gemäß NATURA 2000. Sie können sich überlagern oder sind in wenigen Einzelfällen sogar deckungsgleich.
Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke werden aufgrund ihrer Flächengröße auch als Großschutzgebiete bezeichnet.

Nationalparke gemäß § 24 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) mit einer strengen Schutzwirkung sollen weitgehend unzerschnitten und überwiegend nicht oder wenig vom Menschen beeinflusst sein oder in diese Richtung entwickelt werden. Ihr Flächenanteil an der Landfläche Deutschlands beträgt 0,55 % .

Biosphärenreservate gemäß § 25 BNatSchG dienen sowohl dem Schutz von Natur- als auch von Kulturlandschaften. Neben dem Schutz der Arten- und Biotopvielfalt sollen auch umweltgerechte Wirtschaftsweisen entwickelt und erprobt werden. Forschung und Bildung spielen ebenso eine zentrale Rolle. Damit sollen diese Gebiete als Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung dienen. Ihr Flächenanteil beträgt 3,6 % .

Naturparke gemäß § 27 BNatSchG sind großräumige Landschaften, die der Erholung und dem nachhaltigen Tourismus dienen und in denen eine durch vielfältige Nutzung geprägte Landschaft mit ihrer Arten- und Biotopvielfalt erhalten und entwickelt werden soll. Hierzu wird eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung angestrebt. Ihr Flächenanteil beträgt rd. 26 % .

Quelle: Positionspapier des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), 2010