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Nationalpark Hunsruck-Hochwald

Erfahrungsberichte

Hier findest du Erfahrungsberichte unserer Junior Ranger

Am Wochenende des 17. und 18. August 2019, trafen wir uns zu einem ersten Orientierungscamp mit Übernachtung im Nationalpark. Wir sind in diesem Fall Volunteer Ranger des Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Insgesamt acht Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren. In diesen zwei Tagen wurden wir von zwei Rangern, die uns unter anderem ausgebildet haben, begleitet.

Alle, die jetzt als „freiwillige Ranger“ arbeiten, haben bereits mindestens ein Jahr am Juinor-Ranger-Programm teilgenommen.

So traf ich mich mit allen, samt den großen Rucksäcken, am Rangerstützpunkt „Bunker Erwin“. Dies ist ein Stützpunkt mitten im Nationalpark, an dem es Büros, Lagerräume, Aufenthaltsräume sowie eine Werkhalle und einen Seminarraum gibt. Der Schwerpunkt unseres Treffens lag darin, sich einen Überblick über die Möglichkeiten als Volunteer zu verschaffen und dann selbst mit zu bestimmen, wie das Angebot für uns in unserem Schutzgebiet einmal sein wird.

In Gruppenarbeit wurden Fragen geklärt wie: Welche Interessen haben wir? Wie viel Zeit haben wir zur Verfügung? Welche Fortbildungen gibt es für uns? Was sollen unsere ersten eigenständigen Projekte werden?

Gut fand ich auch, dass es Zeit gab, die wir einfach miteinander verbringen konnten und natürlich haben wir zusammen gegrillt!

Trotz des schlechten Wetters haben die meisten draußen geschlafen.

Ich fand es sehr hilfreich, eine Übersicht über alles zu erlangen und, dass wir von Anfang an mitbestimmen dürfen! Die Gruppe endlich wieder zu sehen, war super. Unser erstes Projekt werden Workshops an der Weihnachtsfeier der Junior Ranger sein und wir werden bald auf eine Akademie in die Eifel fahren. Da gibt es bestimmt viel zu erleben.

Dieses Treffen war ein richtiges Highlight für mich.

Taruni Zölke; Volunteer Rangerin im Nationalpark Hunsrück- Hochwald

 

 

Am 7.9.2017 war es endlich soweit: Wir hatten unser erstes Camp! Wir trafen uns am Samstagmorgen an unserem Treffpunkt, dem Keltenringwall Otzenhausen. Von dort fuhren wir mit unseren Rangern Gabriel, Patric und Verena sowie der FÖJ ́lerin Lara in zwei Kleinbussen zu unserem Stützpunkt im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Dort machten wir erst mal sehr schnell ein Streichholzfeuer; die meisten holten dünne Äste und Holz, während zwei andere versuchten, das Feuer anzumachen. Wir schafften es sogar in nur zwei Minuten!

Als das Feuer brannte, machten wir eine Runde, bei der jeder erzählte, was er an diesem Wochenende gerne machen würde und teilten uns in zwei Gruppen ein: eine Gruppe, die sich um das Feuer kümmern sollte, und eine Erste-Hilfe-Gruppe.

Dann suchten wir alle mit der Hilfe von Gabriel und Patric geeignete Lagerplätze, wo wir unsere Tarps für die Nacht aufbauten und uns darin gemütlich einrichteten. Die meisten schliefen in kleinen Gruppen von zwei bis vier Personen.

Später aßen wir zu Mittag. Es gab Kartoffeln mit Salz und Quark. Nach dem Essen erzählte Verena uns etwas Spannendes über Wilderer und ihre Begegnungen mit ihnen. Nachts machten wir eine spannende Nachtwanderung, ohne Taschenlampen. Wir gingen, uns alle an einer langen Schnur haltend, einen Anstieg hoch. Als wir auf einer großen Lichtung ankamen, ließen wir erst die Geräusche der Nacht auf uns wirken, dann gingen wir allein oder in kleinen Gruppen in großen Abständen den Berg hinunter. Unten wartete dann schon Verena auf uns; als alle da waren, gingen wir zusammen wieder zu unserem Lagerfeuer zurück, wo wir noch zusammen Marshmallows brutzelten. Inzwischen war es ziemlich kalt und nach und nach kuschelten wir uns alle in unsere Schlafsäcke.

Am nächsten Morgen hatten einige von uns noch ein kleines Problem mit ein paar Wildschweinen, die dort einfach so durch die Gegend liefen. Sie schauten in die Tarps und überraschten uns beim Aufstehen.

Nachdem der erste Schreck überwunden war, gingen wir erst einmal etwas frühstücken. Als die hungrigen Bäuche voll waren, machten wir wieder „Sitzplatz“. Das bedeutet, jeder suchte sich einen Platz, wo er in Ruhe die Tiere beobachten konnte. Als wir uns wieder trafen, konnte jeder eine tolle Geschichte erzählen: dem einen lief eine Maus über den Bauch, auf den andern hüpfte ein Vogel zu und und und...

Nach dem Mittagessen fuhren wir wieder zurück zum Keltenringwall bei Otzenhausen, wo unsere Eltern uns schon erwarteten. Am Ende waren wir alle der Meinung, dass es ein sehr tolles Wochenende war!                                            

Janusz Welke; Junior Ranger im Nationalpark Hunsrück- Hochwald

Das Schöne daran ist, niemand braucht hier ein Schulbuch. Eher im Gegenteil. Riechen, Schmecken, Hören oder Fühlen ist hier angesagt. Wissen begreifen, in dem man einfach etwas anfasst und es bestimmt. Das hilft uns vielmehr eine Verbindung zu der Pflanze oder dem Tier aufzubauen. So braucht niemand etwas auswendig zu lernen, um nachher mehr zu wissen. Es geht fast wie von selbst.

Und dabei entsteht natürlich ein Interesse für das, wofür der Nationalpark steht - Nachhaltigkeit, Prozessschutz und Wildnis.

Es gibt viel zu entdecken im Nationalpark. Und Manches kleine Wunder bleibt einem Wanderer verborgen, wenn er gar nicht weiß, dass es da ist. Aber die Junior Ranger, lernen mehr und mehr über die Natur.

Sie wissen, dass es Tiere und Pflanzen gibt, die nur hier vorkommen. Warum es sie aber nur hier gibt, das müssen sie selbst erforschen.

Aber… was ist das eigentlich, ein Junior Ranger?

Junior Ranger sind Kinder und Jugendliche, die nach einem Jahr Teilnahme am Junior Ranger Programm im Nationalpark aktiv werden können und gemeinsam mit den Rangern die Natur kennenlernen und schützen. Junior Ranger wissen, wie man sich in der Natur verhält und wie man ausgerüstet sein muss. Sie kennen die Landschaften, Lebensräume und die wichtigsten Regeln. Somit sind Junior Ranger Botschafter der Natur und haben alle Voraussetzungen, um die Ranger im Park zu unterstützen.