Nationalpark Hunsruck-Hochwald

Erfahrungsbericht 1

Das erste Junior Ranger Camp im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

(beschrieben durch Janusz Welke)

Am 7.9.2017 war es endlich soweit: Wir hatten unser erstes Camp! Wir trafen uns am Samstagmorgen an unserem Treffpunkt, dem Keltenringwall Otzenhausen. Von dort fuhren wir mit unseren Rangern Gabriel, Patric und Verena sowie der FÖJ ́lerin Lara in zwei Kleinbussen zu unserem Stützpunkt im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Dort machten wir erst mal
sehr schnell ein Streichholzfeuer; die meisten holten dünne Äste und Holz, während zwei andere versuchten, das Feuer anzumachen. Wir schafften es sogar in nur zwei Minuten!

Als das Feuer brannte, machten wir eine Runde, bei der jeder erzählte, was er an diesem Wochenende gerne machen würde und teilten uns in zwei Gruppen ein: eine Gruppe, die sich um das Feuer kümmern sollte, und eine Erste-Hilfe-Gruppe.

Dann suchten wir alle mit der Hilfe von Gabriel und Patric geeignete Lagerplätze, wo wir unsere Tarps für die Nacht aufbauten und uns darin gemütlich einrichteten. Die meisten schliefen in kleinen Gruppen von zwei bis vier Personen.

Später aßen wir zu Mittag. Es gab Kartoffeln mit Salz und Quark. Nach dem Essen erzählte Verena uns etwas Spannendes über Wilderer und ihre Begegnungen mit ihnen. Nachts machten wir eine spannende Nachtwanderung, ohne Taschenlampen. Wir gingen, uns alle an einer langen Schnur haltend, einen Anstieg hoch. Als wir auf einer großen Lichtung ankamen, ließen wir erst die Geräusche der Nacht auf uns wirken, dann gingen wir allein oder in kleinen Gruppen in großen Abständen den Berg hinunter. Unten wartete dann schon Verena auf uns; als alle da waren, gingen wir zusammen wieder zu unserem Lagerfeuer zurück, wo wir noch zusammen Marshmallows brutzelten. Inzwischen war es ziemlich kalt und nach und nach kuschelten wir uns alle in unsere Schlafsäcke.

Am nächsten Morgen hatten einige von uns noch ein kleines Problem mit ein paar Wildschweinen, die dort einfach so durch die Gegend liefen. Sie schauten in die Tarps und überraschten uns beim Aufstehen.

Nachdem der erste Schreck überwunden war, gingen wir erst einmal etwas frühstücken. Als die hungrigen Bäuche voll waren, machten wir wieder „Sitzplatz“. Das bedeutet, jeder suchte sich einen Platz, wo er in Ruhe die Tiere beobachten konnte. Als wir uns wieder trafen, konnte jeder eine tolle Geschichte erzählen: dem einen lief eine Maus über den Bauch, auf den andern hüpfte ein Vogel zu und und und...

Nach dem Mittagessen fuhren wir wieder zurück zum Keltenringwall bei Otzenhausen, wo unsere Eltern uns schon erwarteten. Am Ende waren wir alle der Meinung, dass es ein sehr tolles Wochenende war!                                            

Janusz Welke