Nationalpark Hunsruck-Hochwald
27.10.2017 15:22 Uhr Alter: 2 yrs
27.10.2017

Neue Anwärter für das erfolgreiche Nationalpark-Partnerprogramm

18 Teilnehmer beim dritten ServiceQualität-Seminar

Die Regionalentwicklung im Nationalpark Hunsrück-Hochwald schreitet voran. Gerade erst im September wurden die ersten 27 Betriebe als Partner des Nationalparks anerkannt und Besucher finden seither eine bunte Vielfalt an Dienstleistungsbetrieben, die sich zu den Kernzielen des Nationalparks bekennen. Gäste finden hier Qualität, Regionalität und nachhaltig wirtschaftende Betriebe vor.

Die Nachfrage nach dem Partnerprogramm hat dadurch einen zusätzlichen Schub bekommen. Nun machen sich weitere Betriebe auf den Weg. Beim dritten ServiceQualität Deutschland Seminar haben sich 18 Teilnehmer aus den Bereichen Hotellerie und Gastronomie, aus dem touristischen Servicebereich sowie aus dem Nationalparkamt als „QualitätsCoaches“ qualifiziert.

Die teilnehmenden Betriebe aus der Region haben damit ihren ersten Schritt im Prozess zur Anerkennung als Nationalpark-Partner getan. Die ServiceQualität-Fortbildung und die anschließende Zertifizierung im Unternehmen ist eine wichtige Voraussetzung für die Nationalpark-Partnerschaft. Sie hilft den Unternehmen ihre Dienstleistungen und Angebote schrittweise zu verbessern, um Gästeerwartungen nicht nur zu erfüllen, sondern zu übertreffen.

Sören Sturm, Abteilungsleiter im Nationalparkamt und zuständig für die Regionalentwicklung, erläutert die Zielrichtung: "Der Nationalpark und die Region wird nur so gut bewertet, wie die Angebote entlang der Servicekette. Ist das Naturerlebnis oder die Rangertour hervorragend, der Service aber unfreundlich oder das Essen schlecht, so wird auch der Besuch im Nationalpark als nicht gut bewertet. Die Partnerbetriebe sind dabei elementar. Durch ein vielfältiges Dienstleitungsangebot mit Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit in der Servicekette wird der Besuch für die Gäste zu einem runden Freizeitangebot. "

Und das können die Partnerbetriebe gemeinsam besser erreichen. Durch das Anerkennungsverfahren lernen sich die Partner kennen und bilden Netzwerke. "Gemeinsam stark auftreten" lautet die Maxime, so Sturm weiter.

Bei dem zweitägigen Seminar ist ein "Wir-Gefühl" bereits spürbar. Die Teilnehmer tauschen sich aus und erarbeiten in Teams unter Anleitung praxisorientierte Serviceketten und Bausteine aus dem Alltag ihres Betriebs. Die Resultate werden in der gesamten Runde diskutiert. Die Bewertung der Abläufe und Leistungen erfolgt im Perspektivwechsel durch die Brille des Gastes. Diese neue Betrachtungsweise und die erlernte Systematik nehmen die frischgebackenen „QualitätsCoaches“ neben einer Urkunde mit in ihren Betrieb.

Dort erarbeiten sie im nächsten Schritt konkrete Verbesserungsmaßnahmen, zu denen sie sich in einem Zertifizierungsprozess verpflichten. Damit ist die ServiceQualität-Zertifizierung der Stufe I zum Greifen nahe. Die Region profitiert davon, durch eine Qualitätssteigerung in den Betrieben. Und die Region stärkt ihre Wahrnehmung durch eine größere Anzahl von Qualitätsbetrieben.

Können die Betriebe weiterhin eine Mitgliedschaft in einer Regionalinitiative und eine DEHOGA-/DTV-Zertifizierung nachweisen, dann kann das Nationalparkamt die Bewerbung als Nationalpark-Partner an den unabhängigen Vergaberat weitergeben. Die Experten aus Tourismus, Hotellerie/Gastronomie, Forschung, Wirtschaft und Verbänden entscheiden dann über eine Anerkennung.

„Das rege Interesse am Partnerprogramm durch Hotellerie und Gastronomie aus der Region zeigt, dass sich die Regionalentwicklung im Nationalpark Hunsrück-Hochwald auf einem guten Weg befindet“, betont auch Dr. Harald Egidi, Leiter des Nationalparkamtes.

Man kann gespannt sein, welche Partner demnächst noch auf der Website unter: www.nationalpark-hunsrueck-hochwald.de/partner zu finden ist.