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16.12.2018 16:57 Uhr Alter: 339 days
16.12.2018

Nationalpark-Ausstellung am Erbeskopf eröffnet

Die Ausstellung am Nationalpark-Tor Erbeskopf hat ihre Pforten für Besucher geöffnet. Ab sofort ist sie täglich außer montags von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Besuch ist kostenfrei.

Am 3. Adventssonntag wurde die Ausstellung bei einem Festakt gemeinsam mit Frau Ulrike Höfken, Umweltministerin des Landes Rheinland-Pfalz und Vertretern des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes eröffnet.

Die Nationalpark-Ausstellung am Erbeskopf im noch jungen Nationalpark Hunsrück-Hochwald steht unter dem Motto „Willkommen im Urwald von morgen“. Animationen und Exponate nehmen die Besucher mit auf eine Reise in die faszinierende Welt des Nationalparks mit seinem wilden Wald, den geheimnisvollen Mooren und eindrucksvollen Landschaften. Auf ca. 300 qm erwartet den Besucher eine moderne Ausstellung. Interaktive Exponate und Experimente laden zum Anfassen, Mitmachen und Ausprobieren ein.

„Mit der heutigen Eröffnung der Nationalpark-Ausstellung ist der erste wesentliche Schritt zur Entwicklung des Nationalpark-Tores am Erbeskopf als zentraler Zugang in den Nationalpark Hunsrück-Hochwald umgesetzt. Einzigartige Hangmoore, wilde Buchenwälder, scheue Wildkatzen: Durch die Ausstellung finden Besucherinnen und Besucher ein interaktives Schaufenster, das die besondere Flora und Fauna sowie faszinierende Wildnis des Nationalparks für alle kostenfrei zugänglich und erlebbar macht“, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der feierlichen Eröffnung und bedankte sich bei allen Beteiligten herzlich für die Umsetzung der Dauer-Ausstellung.

Nationalpark-Tore – Entstehung und weitere Planungen

Die Nationalpark-Ausstellung am Erbeskopf wurde von der Agentur Kunstraum aus Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Nationalparkamt entwickelt und nun in einem ersten Schritt realisiert. Die Kosten in Höhe von 500.000 Euro werden größtenteils durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz getragen. Die Deutsche Bundestiftung Umwelt unterstützt die Nationalparkausstellung am Erbeskopf finanziell mit etwa 200.000 Euro. Damit kann die Ausstellung in einem weiteren Schritt außen fortgeführt werden – ein wichtiger Impuls zur Modernisierung des Standortes am Erbeskopf. Diese bereits in Planung befindliche Außenausstellung wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 die jetzige Ausstellung erweitern und thematisch ergänzen.

Mit der neuen Ausstellung wird der Erbeskopf zum ersten von drei geplanten Toren im Nationalpark Hunsrück-Hochwald weiterentwickelt. Weitere Nationalpark-Tore entstehen an der Wildenburg bei Kempfeld und dem Keltenpark in Otzenhausen. Am Keltenpark entsteht bis zum Jahr 2020 ein neues Multifunktionsgebäude, das mit Ausstellung beim Nationalpark-Fest 2021 feierlich eröffnet werden soll. An der Wildenburg bei Kempfeld haben die Verhandlungen zwischen Land und dem derzeitigen Träger, dem Hunsrückverein, begonnen.

Fokus der Ausstellung – Natur verstehen und erleben

Mit Inszenierungen und interaktiven Exponaten entführt die erste Nationalpark-Ausstellung am Erbeskopf die Besucher in die vielfältigen Landschaften und artenreichen Lebensräume des Nationalparks. Vier Kernthemen der multimedialen Ausstellung werden den Besuchern auf ungewöhnliche und wirkungsvolle Art und Weise nähergebracht. Diese Themen spiegeln den Nationalpark mit seinen vielfältigen Aufgaben, seinen vernetzten Wäldern, seinen einzigartigen und mystischen Mooren sowie den unterschiedlichen Landschaften und Lebensräumen wieder. Projektionen und Experimentierstationen geben Einblicke und Ausblicke in die Natur und ihre Bewohner. Hierbei gibt es Großes und ganz Kleines zu entdecken. Fallen Wildtiere und Pflanzen dem Besucher gleich ins Auge, muss er bei Pilzen und Kleinstlebewesen im Totholz doch genauer hinschauen, um sie und ihre Vernetzungen zu erkennen. Gleichzeitig beantworten die Stationen spielerisch Fragen und vermitteln erstaunliche Fakten: Warum gibt es einen Nationalpark? Was passiert, wenn die Natur wieder Natur sein darf? Ist Totholz wirklich tot oder doch voller Leben? Wozu sind Moore da? Welche Netzwerke bestehen zwischen Bäumen, Pilzen und Tieren? Und was macht unsere Landschaften so einzigartig? Kurz: Eine moderne Nationalparkausstellung, in der es eine Menge zu entdecken gibt und die sicherlich die Besucher überraschen und ihren Bann ziehen wird.

Der Weg in den Nationalpark – echte Natur gibt es nur draußen

Um die Themen der Nationalparkausstellung zu vertiefen, bieten sich nach dem Besuch der kostenfreien Ausstellung auch die Teilnahme am täglichen Rangertreff, am Rangerspaziergang, an einer Ranger- und Erlebnistour oder eine Wanderung über eine der Traumschleifen an. Denn die wahre Natur in ihrer Wildheit und Einzigartigkeit kann man nur draußen erleben. Die begleiteten Touren starten am Hunsrückhaus oder einem Rangertreffpunkt im Nationalpark. Sie führen in die Wälder, zu typischen Hangmooren, zu blühenden Arnikawiesen oder zu herrlichen Ausblicken wie dem höchsten Punkt in Rheinland-Pfalz, dem Erbeskopf. Auch die abwechslungsreiche Geschichte der Nationalparkregion kommt nicht zu kurz. Der keltische Ringwall in Otzenhausen, mittelalterliche Burgruinen und alte Köhlerplätze sind Themen der angebotenen Touren. Wer sich auf eigene Faust auf den Weg machen will, den Nationalpark zu erkunden, ist auf einer der Traumschleifen im Nationalpark richtig. Sechs Traumschleifen und vier Etappen des Saar-Hunsrück-Steigs erschließen dem Wanderer den Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Öffnungszeiten & weitere Angebote

Die Nationalparkausstellung am Erbeskopf ist seit dem 16. Dezember täglich außer montags von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Schließtage sind der 24. und 25. Dezember sowie der 31. Dezember und der 1. Januar. Der Eintritt ist frei.

Der Rangertreff findet täglich an Montagen und Schließtagen statt, bis Ende des Jahres ab 11:30 Uhr und ab 1. Januar 2019 ab 13:00 Uhr. Der Rangerspaziergang startet um 14:00 Uhr und dauert etwa 1,5 Stunden. Treffpunkt für beide ebenfalls kostenfreien Angebote ist der Eingangsbereich. Freitags findet anstatt eines Spaziergangs eine längere Gipfeltour von etwas 3 Stunden statt.