Nationalpark Hunsruck-Hochwald
13.12.2018 15:36 Uhr Alter: 67 days
13.12.2018

Klimawandelmaßnahmen in der Nationalparkregion werden konkret

Das Nationalparkamt und die Energieagentur Rheinland-Pfalz wollen künftig noch enger als bisher zusammenarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung haben der Amtsleiter des Nationalparks Hunsrück-Hochwald Dr. Harald Egidi und Thomas Pensel, der Geschäftsführer der Energieagentur-Rheinland-Pfalz, unterzeichnet.

Kooperationsvereinbarung zwischen Nationalparkamt und Energieagentur Rheinland-Pfalz: v.l.n.r.: Dr. Harald Egidi (Amtsleiter des Nationalparks Hunsrück-Hochwald), Thomas Pensel (Geschäftsführer Energieagentur Rheinland-Pfalz), Christina Morlo-Martin (Klimawandelmanagerin des Nationalparkamtes) (Bild: Energieagentur Rheinland-Pfalz)

Ziel der Vereinbarung ist, die Energiewende in der Nationalparkregion stärker voranzubringen und die Region hierbei gezielt zu unterstützen. „Wetterextreme wie Dürreperioden nehmen zu – die vergangenen drei Jahre zählen zu den wärmsten in unserem Bundesland. Gerade auch der Wald hat in diesem Jahr unter der Klimaveränderung und dem Borkenkäfer gelitten. Der Klimawandel bedroht unsere heimische Natur, unsere Flora und Fauna sowie Lebensgrundlagen. Um unser Klimaschutzziel, ein klimaneutrales Rheinland-Pfalz bis 2050 zu erreichen, müssen wir unsere Kräfte und Ressourcen zur Umsetzung der Energiewende auf allen Ebenen bündeln. Die heute besiegelte Kooperation zwischen dem Nationalparkamt und der Landesenergieagentur ist dafür ein gutes und wichtiges Beispiel“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken.

Das Nationalparkamt ist seit zwei Jahren Teil des Integrierten EU-LIFE-Projekts ZENAPA (Zero Emission Nature Protection Areas), das sich mit aktivem Klimaschutz, der Förderung der Artenvielfalt und der Ökonomie in Großschutzgebieten befasst. Die Region soll bis 2024 auf den Weg zur sogenannten Null-Emission geführt werden. Ein solch ambitioniertes Projekt, so Egidi und Pensel, könne nur mit starken Partnern und einem soliden Netzwerk gelingen. Neben gegenseitiger fachlicher Unterstützung sind gemeinsame öffentlichkeitswirksame Kampagnen sowie Workshops und Projekte für Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Wirtschaftsvertreter geplant. Um die Synergien zwischen den verschiedenen Projekten zu nutzen, sollen die jeweiligen Aktivitäten aufeinander abgestimmt und miteinander verknüpft werden.

Einen regen Austausch zwischen dem Nationalparkamt und der Energieagentur Rheinland-Pfalz gibt es schon seit längerem. So pflegen die Klimawandelmanagerin des Nationalparkamtes, Christina Morlo-Martin, die Klimaschutzmanager der Region und die Regionalreferenten der Energieagentur Rheinland-Pfalz einen regen Austausch im Interkommualen Netzwerk Energie (IkoNE). IkoNE verfolgt den Aufbau und die dauerhafte Verankerung eines Energie- und Klimaschutzmanagement in der Nationalparkregion. Potenziale sollen insbesondere im Bereich der öffentlichen Liegenschaften durch ein Energiedatenmanagement gehoben werden. Das Netzwerk strebt den einheitlichen Aufbau eines Energiecontrollings in der Nationalparkregion an und arbeitet gemeinsam auf einen Energiebericht für die Nationalparkregion hin.

Ein weiteres Beispiel für die Zusammenarbeit ist die derzeit laufende Energiesparkampagne „Energiewende – Mein Haus macht mit!“, an der sich auch das Nationalparkamt in Zukunft maßgeblich beteiligen wird.

Die Kooperation birgt das Potential, die gesamte Region weiterzuentwickeln und für den Klimawandel zu stärken. So unterstützen das Nationalparkamt und die Energieagentur Rheinland-Pfalz als Dienstleister die Nationalparkkommunen und ihre Bürger bei der Umsetzung von Aktivitäten zur Biodiversität, der Energiewende und zum Klimaschutz.

 

Kontakt Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Marc Wartenphul
Regionalreferent Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald, Referent Projekt Climate Active Neighbourhood

Telefon: 06131/ 2195962
E-Mail: marc.wartenphul(at)energieagentur.rlp.de
Informationen über die Energieagentur Rheinland-Pfalz im Internet: www.energieagentur.rlp.de